Der Eigenbetrieb schreibt über den Elternbeirat

Michael Witte, pädagogischer Geschäftsführer des Eigenbetriebs, hat sehr schöne Worte gefunden, um die Historie des Elternbeirates und die beiderseitige Zusammenarbeit zu beschreiben. Aber lesen Sie selbst.

 

Elternbeirat Eigenbetrieb Kindergärten NordOst

Mit Gründung des Eigenbetriebes Kindergärten NordOst zum 1. Januar 2006 wurden die Erwartungen der Geschäftsleitung an die qualitative Entwicklung der Kindergärten als Dienstleister gegenüber den Eltern und ihren Kindern hervorgehoben und mit den Leitungskräften in den inzwischen 76 Kindergärten vorgestellt und beraten. Einer von zehn Schwerpunkten zur Umsetzung des Berliner Bildungsprogramms war die „Konzipierung einer neuen Qualität der Elternarbeit“.
Dabei ging es nicht nur um die rechtliche Verpflichtung zur Mitwirkung und Mitbestimmung der Eltern in den Kindergärten, sondern auch um die Förderung und Unterstützung des Fachpersonals bei der Bildung von Elterngremien, insbesondere des Elternbeirates, um die Erarbeitung eines Standards Elternarbeit (heute: „Leitlinien des Trägers Kindergärten NordOst, Eigenbetrieb von Berlin) zur Erziehungspartnerschaft, der verbindlichen Regelung von Sprechzeiten in jedem Kindergarten durch die Leitung der Kita, um jährliche Elternbefragungen, der Förderung Kindergärten als Elternbegegnungsstätte zu konzipieren, um nur einige Inhalte darunter zu benennen.

Darüber hinaus haben wir bereits in 2007 eine erste repräsentative Trägerbefragung (fast 60 % der Eltern haben auf die Fragebögen geantwortet) initiiert, um zu erfahren, wie die Arbeit der Fachkräfte in den Kindergärten durch Eltern gewertet wird und welche Vorstellungen Eltern über die weitere Arbeit des Trägers besitzen.
Inzwischen liegen fast 8 Jahre erfolgreiche Arbeit zur Elternbeteiligung nach Gründung des Eigenbetriebes hinter uns, auf die ich an dieser Stelle gerne beispielhaft verweisen möchte.

Als Erstes möchte ich auf die langjährige, auch in stürmischen Zeiten immer konstruktive Zusammenarbeit der Geschäftsleitung mit dem Vorstand des Elternbeirates hinweisen. Gegenseitige Kommunikation und Kooperation auf Augenhöhe verhalfen allen beiden Seiten unsere Erziehungspartnerschaft zu fördern. So wurde Vertrauen erreicht, welches uns half z. B. Elternbeschwerden gemeinsam zu lösen. Das Angebot, Vorstandsmitglieder des Elternbeirates als unabhängige Instanz in Konfliktlösungen einzubeziehen, hat sich meines Erachtens bewährt. Die Teilnahme an einzelnen Sitzungen des Vorstandes trug dazu bei, Informationen und Festlegungen des Eigenbetriebs transparent und verständlich zu machen. Der Austausch löste auch gemeinsame Initiativen aus, wie z. B. Elternbriefe zu erstellen, Elternforen zu Fragen der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu initiieren, die Geschäftsordnung bei der Bildung von Kitaausschüssen zu begleiten und Unterstützung bei ElternvertreterInnen zu erhalten, wenn es darum geht, die Rahmenbedingungen in der Tagesbetreuung Berlins zu verbessern.

Regelmäßige gegenseitige Einladungen zu Höhepunkten der Bildungsarbeit im Eigenbetrieb (Bildungsmessen, Bildungstage und Fachtagungen) und Feierlichkeiten in einzelnen Kindergärten förderten das gegenseitige Verständnis füreinander.

Zweitens möchte ich auf die insgesamt guten bis sehr Leistungen der Fachkräfte bei der Umsetzung des BBP aufmerksam machen. Zur Qualitätssicherung der Elternarbeit werden durch die Fachkräfte interne und externe Evaluationen in den Kindergärten durchgeführt. Ob durch Selbst- und Teameinschätzung, Elternfragebögen, Auswertungen der Elternbefragungen durch einen externen Evaluator oder Fachcontrolling des Trägers und dem Leitbild des Trägers „Elternpartnerschaft ist eine wesentliche Basis unseres Handelns“. In jedem Fall wird hier die Sicht des Trägers deutlich, die Fachkräfte dahingehend zu unterstützen und zu fördern, den rechtlichen Rahmenbedingungen der Elternbeteiligung in hoher Qualität nachzukommen. Dazu zähle ich auch trägerinterne Fortbildungen zur Erziehungspartnerschaft, die Arbeit der „AG Erziehungspartnerschaft“, diverse Aktivitäten der Elternbildungsarbeit in den Kindergärten, der Förderung von Familienzentren durch den Träger, Angebote der Kindergärten zu Elterntreffpunkten und die vielen Formen der Mitwirkung und Mitbestimmung bei der Mitgestaltung des Kindergartenalltags.

Als letztes Beispiel der Wichtigkeit gut gelingender Erziehungspartnerschaft ist die Entwicklung von Leitlinien des Trägers Kindergärten NordOst zur Erziehungspartnerschaft mit Eltern zu nennen. Sie sind mit Unterstützung einer externen Dozentin und Fachbuchautorin im Rahmen des Curriculum „Erziehungspartnerschaft“ im Diskurs mit Leiterinnen aus unseren Kindergärten im August 2011 entwickelt worden und Bestandteil unseres Qualitätshandbuches. Sie begründen nachhaltig, was uns als Träger mit seinen Kindergärten Erziehungspartnerschaft bedeutet, stellt die Basis der Beteiligung von Eltern in unterschiedlichster Form dar, fördern Maßnahmen zur fachlichen Befähigung Konflikte als Chance zur Weiterentwicklung der Erziehungspartnerschaft zu nutzen und fordert und fördert die Zusammenarbeit mit Eltern auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung.

Wenn ich befragt werde, warum die Arbeit des Elternbeirates für mich so wichtig ist, möchte ich darauf antworten: Die Tätigkeiten des Elternbeirates im Eigenbetrieb Kindergärten NordOst leisten ihren eigenen wichtigen Anteil, dass Erziehungspartnerschaft in den Kindergärten gelingen kann, hilft allen Fachkräften und der Verwaltung nicht nur dem Anspruch des Gesetzesgebers nachzukommen, sondern mir noch wichtiger, die Qualität der Betreuung, Bildung und Erziehung uns anvertrauter Kinder besser umzusetzen. Sie fördert die Elternbeteiligung auf der Grundlage gegenseitiger Bedürfnisse bei der Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsanspruches und hilft initiativreich, die Rahmenbedingungen der Betreuung von Kindern zu verbessern.
Der Elternbeirat leistet ebenso einen konstruktiven Beitrag in Konfliktfällen, konstruktive Lösungen für beide Seiten zu fördern.

Ich bin mir dabei durchaus bewusst, dass die Bemühungen um eine Erziehungspartnerschaft auf „Augenhöhe“ und in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung kein leichter Weg ist, aber ich bin auch davon überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, durch mehr Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung von Eltern in Kindergärten das Gemeinsame bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder herauszuarbeiten.

Ich gehe davon aus, dass die Leitungskräfte in den Kindergärten, Erzieher und Erzieherinnen und viele ElternvertreterInnen dies schon vorbildlich praktizieren. Lassen Sie uns daher weiterhin voneinander lernen, miteinander ins Gespräch zu kommen, und beteiligen Sie sich an der Arbeit in Kitaausschüssen, um ihr Recht auf Mitwirkung zum Nutzen der Kinder zu wahren.

Die Hilfe und Unterstützung unserer Fachkräfte wird Ihnen dabei sicher sein!



Michael Witte
Pädagogischer Geschäftsleiter
Kindergärten NordOst
-Eigenbetrieb von Berlin-

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